Aktiv

Musik, der du zuhörst.

Irgendwann ist mir aufgefallen, dass ich Musik auf zwei völlig verschiedene Arten höre. Manchmal läuft sie nebenbei, während ich etwas anderes tue. Und manchmal ist sie das Eigentliche — ich setze mich hin, nehme mir die Zeit, und höre wirklich zu. Diese zwei Modi habe ich für mich entdeckt, und ich nutze sie selbst jeden Tag. Farbwende ist daraus entstanden.

Das hier ist der aktive Modus. Aktive Musik höre ich aktiv: nicht als Hintergrund, sondern als das, worauf ich meine Aufmerksamkeit richte. Das hat nichts mit Tempo zu tun. Ein ruhiges Stück, dem du dich ganz widmest, ist aktiv. Ein treibender Track, der nebenbei läuft, ist es nicht. Aktiv heißt: Die Musik steht im Vordergrund — und du auch.

Zum aktiven Hören

Warum aktives Hören?

Ich glaube, dass Musik mehr kann, als zu gefallen. Sie formt Stimmungen. Sie verstärkt, was schon da ist, oder dreht es. Sie kann einen Zustand auslösen, den du vorher nicht benennen konntest, und ihn fühlbar machen. Genau das versuche ich hier — nicht dich anzutreiben, sondern dir zu zeigen, wozu Musik in der Lage ist, wenn man ihr den Raum gibt.

Angefangen hat das mit „The Color Game“ — meinem ersten Versuch, mit Musik etwas zu zeigen. Es geht darum, wie sich für mich Farben anhören. Farben haben eine Wirkung, und genau diese Wirkung habe ich in Musik zu übersetzen versucht. Daher auch der Name: Farbwende. Aus dieser einen Frage — wie klingt eine Farbe, eine Stimmung, ein Zustand — ist alles andere entstanden.

Und ehrlich: Wer sich die Zeit nimmt, einfach nur zuzuhören, schenkt mir etwas Seltenes. Aufmerksamkeit ist heute das Knappste überhaupt. Jedem, der sie der Musik schenkt, bin ich unglaublich dankbar.

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