KI-Transparenz & Copyright
Farbwende – Stand 13. Juni 2026
Dieser Hinweis ergänzt Impressum und Datenschutzerklärung und stellt keine verbindliche Rechtsberatung dar.
1. Anwendungsbereich
Der folgende Text gilt für sämtliche digitalen Werke, die ich unter dem Namen Farbwende veröffentliche oder veräußere und die ganz oder teilweise mit generativer KI erstellt wurden. Erfasst sind drei Werkarten:
Bildwerke – erstellt mit der KI-Plattform Midjourney
Audio- und Musikwerke – erstellt mit der KI-Plattform Suno
Video- und Animationswerke – animierte Clips aus Midjourney, zusammengeschnitten in Final Cut Pro
Er umfasst Inhalte auf meiner Website, auf Social-Media-Kanälen (etwa Instagram @farbwende, YouTube), auf Streaming-Plattformen (etwa Spotify, Apple Music) sowie alle individuellen Auftragsarbeiten.
2. Workflow und interne Dokumentation
Meine Werke entstehen je nach Werkart in mehreren Schritten. Zu jedem Werk speichere ich die verwendete Plattform, die Modellversion, den Prompt und sämtliche Parameter sowie das Erstellungsdatum. Bei Suno dokumentiere ich zusätzlich, dass das Werk während eines aktiven bezahlten Abos erzeugt wurde, da hiervon die kommerziellen Nutzungsrechte abhängen (siehe Abschnitt 4).
Bildwerke
1. KI-Generierung – Das Ausgangsbild wird mit Midjourney erzeugt.
2. Upscaling – Anschließend vergrößere ich das Bild mit Topaz Gigapixel AI und verknüpfe die Upscale-Datei intern mit dem Original.
3. Photoshop-Finalisierung – Für reine Social-Media-Posts beschränke ich mich auf leichte Farb- oder Kontrastkorrekturen, die keine eigene schöpferische Höhe begründen. Bei Auftragswerken nehme ich umfangreiche Composings, Retuschen und Color-Grading vor, sodass eine eigenständige kreative Leistung entsteht. Jeder Bearbeitungsschritt wird in der zugehörigen PSD-Datei und in einem Änderungsprotokoll festgehalten.
Audio- und Musikwerke
1. KI-Generierung – Die Ausgangs-Audiospur wird mit Suno erzeugt.
2. Finalisierung im DAW – Je nach Projekt übernehme ich den Suno-Output entweder weitgehend unverändert (lediglich technische Anpassungen wie Lautheit oder Schnitt, die keine eigene schöpferische Höhe begründen) oder ich finalisiere ihn umfassend in meiner DAW (Arrangement, Sounddesign, Mischung, Mastering, eigene Einspielungen), sodass eine eigenständige kreative Leistung entsteht.
Video- und Animationswerke
1. KI-Generierung – Einzelne animierte Clips werden mit Midjourney erzeugt.
2. Komposition und Schnitt – Die Clips werden in Final Cut Pro ausgewählt, angeordnet, geschnitten und mit Ton zu einem audiovisuellen Werk zusammengeführt. Diese dramaturgische Anordnung und der Schnitt sind meine eigene schöpferische Leistung.
3. Kennzeichnung und Metadaten
Ich kennzeichne meine KI-gestützten Werke freiwillig und transparent:
Bildwerke tragen das IPTC-Feld „Digital Source Type: trainedAlgorithmicMedia". Bei Social-Media-Posts füge ich einen sichtbaren Hinweis wie „KI-Bild / Midjourney" hinzu. Bei Auftragswerken lautet der Hinweis „KI-Bild / Midjourney – Bearbeitung: Farbwende" und die IPTC-Metadaten tragen zusätzlich „© Farbwende [Jahreszahl]".
Audio- und Musikwerke werden, wo es die jeweilige Plattform vorsieht, als KI-gestützt gekennzeichnet (z. B. über die AI-Disclosure-Felder der Vertriebs- und Streaming-Plattformen).
Video- und Animationswerke erhalten einen sichtbaren Hinweis auf die KI-gestützte Erstellung.
Ein C2PA-Manifest wird bei Auftragsarbeiten verbindlich, bei Social-Media-Posts derzeit testweise eingebettet.
Hinweis zum EU-AI-Act: Die Transparenzpflichten nach Artikel 50 gelten ab dem 2. August 2026. Die maschinenlesbare Markierungspflicht (Art. 50 Abs. 2) richtet sich primär an die Anbieter der KI-Systeme (Midjourney, Suno), nicht an mich als Nutzer. Meine eigene Pflicht als Verwender betrifft v. a. die Kennzeichnung sogenannter Deepfakes und bestimmter öffentlich-interessenrelevanter Inhalte (Art. 50 Abs. 4). Für offensichtlich künstlerische, kreative, satirische oder fiktionale Werke ist diese Pflicht auf eine angemessene Kennzeichnung beschränkt, die den Genuss des Werks nicht beeinträchtigt. Meine Werke fallen in diese Kategorie und zeigen keine realen Personen; meine freiwillige Kennzeichnung geht über das gesetzlich Geforderte hinaus.
4. Urheber-, Nutzungs- und Lizenzrechte
Die Rechtslage unterscheidet sich je nach Plattform und nach dem Umfang meiner eigenen Bearbeitung.
Bildwerke (Midjourney)
Social-Media-Posts: Da hier nur minimale Veränderungen vorgenommen werden, entsteht nach geltendem EU-Recht regelmäßig kein eigener Urheberrechtsschutz. Dritte erhalten ausschließlich eine einfache, nicht-exklusive Nutzungslizenz, die den Midjourney-Nutzungsbedingungen unterliegt.
Auftragswerke: Durch meine umfangreiche Bearbeitung entsteht eine eigene schöpferische Leistung, sodass mir, Farbwende, hieran ein eigenes Recht zusteht. Die Nutzungsrechte (einfach oder ausschließlich) werden vertraglich individuell eingeräumt.
Midjourney Inc. behält an allen KI-Anteilen eine weltweite, nicht-exklusive Lizenz.
Audio- und Musikwerke (Suno)
Ich nutze Suno im bezahlten Tarif (Pro/Premier). Nach den aktuellen Suno-Nutzungsbedingungen tritt Suno mir die Rechte an den Outputs ab, die während eines aktiven bezahlten Abos erzeugt wurden, und räumt eine kommerzielle Nutzungslizenz ein. Hierbei ist zu beachten:
Suno macht keine Zusage, dass an einem KI-Output überhaupt ein Urheberrecht entsteht, und betrachtet sich im Grundsatz weiterhin als Urheber des reinen KI-Outputs. Die kommerziellen Nutzungsrechte sind an das zum Erstellungszeitpunkt aktive Abo gebunden und bleiben für in dieser Phase erstellte Werke bestehen. Suno behält eine weltweite, nicht-exklusive, unterlizenzierbare Lizenz an den Outputs und übernimmt keine Freistellung gegenüber Ansprüchen Dritter.
Für meine eigene Rechtsstellung gilt dieselbe Logik wie bei den Bildwerken: Übernehme ich einen Suno-Output weitgehend unverändert, entsteht mangels eigener schöpferischer Leistung regelmäßig kein eigenes Urheberrecht. Finalisiere ich den Output umfassend in meiner DAW, entsteht durch Arrangement, Sounddesign, Mischung und eigene Einspielungen eine eigenständige kreative Leistung, an der mir ein eigenes Recht zusteht.
Video- und Animationswerke
Für die einzelnen, mit Midjourney erzeugten Clips gelten die Midjourney-Nutzungsbedingungen (siehe oben). Die Auswahl, Anordnung, der Schnitt und die Vertonung der Clips zu einem audiovisuellen Gesamtwerk in Final Cut Pro sind meine eigene schöpferische Leistung, an der mir ein eigenes Recht zusteht.
5. Datenschutz (DSGVO)
Meine Werke zeigen keine realen, identifizierbaren Personen; ich klone oder imitiere keine realen Stimmen, Gesichter oder die Identität bestimmter realer Künstlerinnen und Künstler. Es werden keinerlei personenbezogene Daten verarbeitet. Prompts enthalten weder Markennamen noch Personendaten.
Soweit für den Betrieb der genutzten KI-Plattformen ein Transfer personenbezogener Daten in die USA erfolgt, stützt sich dieser vorrangig auf das EU-US Data Privacy Framework (Angemessenheitsbeschluss der EU-Kommission), soweit der jeweilige Anbieter zertifiziert ist; ergänzend kommen die EU-Standardvertragsklauseln als Auffanglösung in Betracht. Sollten künftig reale Porträts oder reale Stimmen erzeugt werden, erfolgt dies ausschließlich mit ausdrücklicher Einwilligung der Betroffenen.
6. Haftung und Gewährleistung
Trotz sorgfältiger Prüfung kann ich nicht garantieren, dass im KI-Trainingsmaterial der genutzten Plattformen keine fremden Rechte verletzt werden. Die Anbieter (Midjourney, Suno) übernehmen mir gegenüber keine Freistellung gegenüber Ansprüchen Dritter. Ich begegne diesem Restrisiko durch eine konsequent vorsichtige Arbeitsweise: keine Markennamen, keine geschützten Charaktere und keine Imitation konkreter realer Werke, Stimmen oder Stile in meinen Prompts.
Für Auftragswerke gelten die jeweils vereinbarten Haftungs- und Freistellungsklauseln.
Ich verfolge laufend die einschlägige Rechtsentwicklung – insbesondere die Anwendung des EU-AI-Acts ab dem 2. August 2026 sowie die Reform des Produkthaftungsrechts (Richtlinie (EU) 2024/2853, nationale Umsetzung bis zum 9. Dezember 2026, die künftig auch Software und KI erfasst) – und passe diese Erklärung bei Bedarf an.
7. Aktualisierung
Dieser Hinweis wird regelmäßig überprüft und angepasst, sobald rechtliche oder technische Änderungen dies erfordern. Letzte Aktualisierung: 13. Juni 2026.
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